Streuobst
Nachhaltige Form des Obstbaus
Der Begriff Streuobstwiese ist erst seit den 1970er Jahren bekannt als Abgrenzung zu den intensiv bewirtschafteten Niederstammkulturen des Erwerbsobstbaus. Der Name geht auf die unregelmäßige Anordnung verschiedener hochstämmiger Obstbäume in der Landschaft zurück.
Bei dieser traditionellen Form des Obstbaus wachsen verschiedene Obstbaumarten (Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschge, Walnuss u. a.) locker verteilt, aber auch in Reihen auf Wiesen bzw. entlang von Wegen, als markante Einzelbäume oder als Obstbaumgürtel um die Dörfer.
Wo steht die Wiege des Apfels?
Der Ursprung des Kulturapfels (Malus domestica) liegt in Mittelasien. Ursprünglich wurden die Vorfahren unserer heutigen Apfelsorten in der Gegend um Alma Ata, der „Vater der Äpfel” in Kasachstan vermutet. Klicke auf oben stehenden Button um mehr zu erfahren.
Erholungslandschaften
Der Obstbaum als Jahreskreis, als Sinnbild für den Lebenskreis des Menschen. Wachsen und werden, Jugendblüte, Reife, Vergehen und Tod. Der eigene Obstgarten als kleines Paradies. Jeder Baum darin dein dankbarer Freund. Klicke auf oben stehenden Button um mehr zu erfahren.
Eine charakteristische Besonderheit unserer Hersbrucker Alb
Der Begriff Streuobstwiese ist erst seit den 1970er Jahren bekannt als Abgrenzung zu den intensiv bewirtschafteten Niederstammkulturen des Erwerbsobstbaus. Der Name geht auf die unregelmäßige Anordnung verschiedener hochstämmiger Obstbäume in der Landschaft zurück. Klicke auf oben stehenden Button um mehr zu erfahren.
Kleine Sortengalerie - 20 Apfelsorten von Tausenden
Weißt du wieviel Apfelsorten es je in Deutschland gab? Niemand weiß das genau. Mit den vielen lokalen Sorten, die oft nicht pomologisch erfasst und beschrieben wurden, sind es bestimmt tausende. Klicke auf oben stehenden Button um mehr zu erfahren.
Artenreicher Lebensraum - Paradies aus Menschenhand
Die blühenden Wiesen unter den Obstbäumen strotzen vor Vielfalt. Das gefällt vielen Schwebfliegen, Bienen, Faltern und Käfern. Nektarnaschend leisten sie einen unschätzbaren Beitrag zum Fruchten aller Obstsorten und Blütenpflanzen. Klicke auf oben stehenden Button um mehr zu erfahren.
Obstwiesen - Schützen durch Nützen
Besonders zur Blütezeit im Frühjahr wird man sich des Wertes der Bäume für unser Landschaftsbild bewusst. Gepflanzt wurden all die Obstgärten natürlich der Früchte wegen. Aber die Faszination der Blütenpracht und die damit verbundene Entwicklung der Biodiversität ist das Sahnehäubchen in unserem schönen Land. Klicke auf oben stehenden Button um mehr zu erfahren.
Geschichte
Der Ursprung des Kulturapfels (Malus domestica) liegt in Mittelasien. Ursprünglich wurden die Vorfahren unserer heutigen Apfelsorten in der Gegend um Alma Ata, der „Vater der Äpfel” in Kasachstan vermutet. Klicke auf oben stehenden Button um mehr zu erfahren.
Streuobstwiese
Der Begriff Streuobstwiese ist erst seit den 1970er Jahren bekannt als Abgrenzung zu den intensiv bewirtschafteten Niederstammkulturen des Erwerbsobstbaus. Der Name geht auf die unregelmäßige Anordnung verschiedener hochstämmiger Obstbäume in der Landschaft zurück. Klicke auf oben stehenden Button um mehr zu erfahren.
Lebensraum
Die blühenden Wiesen unter den Obstbäumen strotzen vor Vielfalt. Das gefällt vielen Schwebfliegen, Bienen, Faltern und Käfern. Nektarnaschend leisten sie einen unschätzbaren Beitrag zum Fruchten aller Obstsorten und Blütenpflanzen. Klicke auf oben stehenden Button um mehr zu erfahren.
Seelenräume
Der Obstbaum als Jahreskreis
Sinnbild für den Lebenskreis des Menschen. Wachsen und werden, Jugendblüte, Reife, Vergehen und Tod. Der eigene Obstgarten als kleines Paradies. Klicke auf oben stehenden Button um mehr zu erfahren.
Sorten
Weißt du wieviel Apfelsorten es je in Deutschland gab? Niemand weiß das genau. Mit den vielen lokalen Sorten, die oft nicht pomologisch erfasst und beschrieben wurden, sind es bestimmt tausende. Klicke auf oben stehenden Button um mehr zu erfahren.
Nutzen
Besonders zur Blütezeit im Frühjahr wird man sich des Wertes der Bäume für unser Landschaftsbild bewusst. Gepflanzt wurden all die Obstgärten natürlich der Früchte wegen. Aber die Faszination der Blütenpracht und die damit verbundene Entwicklung der Biodiversität ist das Sahnehäubchen in unserem schönen Land. Klicke auf oben stehenden Button um mehr zu erfahren.
Streuobst
Der Begriff Streuobstwiese ist erst seit den 1970er Jahren bekannt als Abgrenzung zu den intensiv bewirtschafteten Niederstammkulturen des Erwerbsobstbaus. Der Name geht auf die unregelmäßige Anordnung verschiedener hochstämmiger Obstbäume in der Landschaft zurück.
Bei dieser traditionellen Form des Obstbaus wachsen verschiedene Obstbaumarten (Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschge, Walnuss u. a.) locker verteilt, aber auch in Reihen auf Wiesen bzw. entlang von Wegen, als markante Einzelbäume oder als Obstbaumgürtel um die Dörfer.
Die Geschichte - Wo steht die Wiege des Apfels?
Der Ursprung
des Kulturapfels (Malus domestica) liegt in Mittelasien. Ursprünglich wurden die Vorfahren unserer heutigen Apfelsorten in der Gegend um Alma Ata, der „Vater der Äpfel” in Kasachstan vermutet. Erst durch die Möglichkeiten der modernen DNA-Analyse wurde man weiter östlich entlang des Tien-Shan-Gebirges („Das himmlische Gebirge“) fündig. Der dort gleich in ganzen Wäldern vorkommende Wildapfel (Malus sieversii) zeigt bereits eine ganze Bandbreite wertvoller Eigenschaften. Die Griechen brachten den Kulturapfel von ihren Eroberungszügen mit ans Mittelmeer. Der Philosoph und Naturhistoriker Theophrastus (371-287 v. Chr.) beschrieb in seiner „Historia Plantarum“ bereits den Apfelbaum. In der griechischen Mythologie hat die Apfelfrucht eine besondere Bedeutung.

Die Römer kannten schon das Okulieren und Pfropfen. Plinius der Ältere (23-79 n. Chr.) berichtete von 30 verschiedenen Apfelsorten, die auch schon als Saft und Wein genossen wurden. Mit den Römern gelangten der Apfel und andere Fruchtarten bis nach Germanien. Dort wurde der germanische Name „Apitz“, welcher ursprünglich dem heimischen sauren Holzapfel (Malus sylvestris) galt, auf die neuen schmackhafteren Äpfel (althochdeutsch „apful“) übertragen. Der Zerfall des römischen Reiches und die Wirren der Völkerwanderung unterbrachen vom 4. bis zum 6. Jahrhundert die Verbreitung des Obstbaus. Früheste schriftliche Zeugnisse über die Bedeutung und Pflege des Obstbaus sind erst wieder in der Landgüterverordnung „Capitulare de villis“ (792-800) Karls des Großen zu entdecken.

In Klöstern
Die Christianisierung Europas ging von vielen neu gegründeten Klöstern aus, hier wurden Obstgärten angelegt und gepflegt, viele Obstsorten gezüchtet und verbreitet. Die Mustergärten, besonders der Benediktiner und der Zisterzienser, wurden dem Landadel und vielen Bauern zum Vorbild. Bis ins 17. Jahrhundert wurden Äpfel vor allem in Gärten gepflanzt: In höfischen Gartenanlagen, rund um die Dörfer und Städte, sowie in und bei Klöstern.
Im 18. und 19 Jh.. entstanden zunehmend Obstwiesen in der freien Landschaft und es wurden vor allem Obstbäume an Straßen und Wegen entlang gepflanzt. Die Hochstammobstbäume prägten von nun an das typische Bild unserer Kulturlandschaft.
Nach der größten Sortenvielfalt im 19. Jahrhundert (Zeitalter der Pomologie) wurde diese Vielfalt nach dem Zweiten Weltkrieg zum „Sortenwirrwarr“ ernannt. Ab den 60er Jahren wurden sogar Rodungsprämien für Hochstammbäume bezahlt. Nur noch wenige, genormte Sorten sind im Handel, die in der Regel aus Plantagenobstbau stammen. Reste der alten Sortenvielfalt sind heute nur noch auf meist überalterten Obstwiesen, in Hausgärten und vereinzelt an Wegrändern zu finden.
Buchtipps:
Die Streuobstwiese - Eine charakteristische Besonderheit unserer Hersbrucker Alb
Verstreute Obstbäume auf Wiesen
Der Begriff Streuobstwiese ist erst seit den 1970er Jahren bekannt als Abgrenzung zu den intensiv bewirtschafteten Niederstammkulturen des Erwerbsobstbaus. Der Name geht auf die unregelmäßige Anordnung verschiedener hochstämmiger Obstbäume in der Landschaft zurück. Bei dieser traditionellen Form des Obstbaus wachsen verschiedene Obstbaumarten (Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschge, Walnuss u. a.) locker verteilt, aber auch in Reihen auf Wiesen bzw. entlang von Wegen, als markante Einzelbäume oder als Obstbaumgürtel um die Dörfer. Typische Merkmale sind großkronige, hochstämmige Bäume unterschiedlicher Altersstruktur, sowie die Unternutzung als Mähwiese oder Weide.

Streuobstwiesen werden extensiv bewirtschaftet. Auf die Verwendung von künstlichen Mineraldüngern und Pestiziden wird in aller Regel verzichtet. So entsteht im Laufe der Jahre ein einzigartiger Lebensraum.
Früher waren auch sogenannte Streuobstäcker (mit Unternutzung für Getreide, Kartoffel, Gemüse, Beerenobst usw.) verbreitet, die aber nur noch selten zu finden sind.
Für unsere kleinen Interessenten haben wir die Broschüre "Abenteuer Streuobstwiese - Eine spannende Entdeckungsreise direkt vor der Haustüre" erstellt. Diese können Sie sich hier als PDF herunterladen: Broschüre herunterladen

Die Obstanger
Eine Besonderheit in der Hersbrucker Alb sind die Obstanger. Dabei handelt es sich um Obstbaumbestände, die auf Hutangern (=gemeinschaftliche Rinderweiden) angelegt wurden. Erste Nachweise über Obstbäume auf diesen Baumweiden gibt es schon im 16. Jahrhundert. Während bis ins 18. Jahrhundert ein großer Teil der Obstbäume aus „wildem Obst“ bestand, erlebte die gezielte Anpflanzung von kultivierten Obstbäumen ab dem 19. Jahrhundert ihren Aufschwung.
Die Initiative für die Anpflanzung ging meist von der Dorfobrigkeit aus. Die Bäume mussten vor dem Verbiss der Rinder geschützt werden. Ebenso wie die Nutzung der Weiden erfolgte die Nutzung des Obstes gemeinschaftlich (Allmende). Je nach Regelung der einzelnen Gemeinden wurde das Obst an die Rechtler der Dorfgemeinschaft verteilt, die Bäume zur Ernte freigegeben, versteigert oder verpachtet.
Teilweise durften selbst angelegte Bäume auch lebenslang vom Pflanzer genutzt werden, danach waren sie Allgemeingut. Schwangeren Frauen war es per Gesetz erlaubt, die Früchte für den Eigenverzehr zu pflücken. In der Hersbrucker Alb gibt es derzeit noch ca. 40 Obstanger, sie sind meist an den Talhängen zu finden. Nähere Informationen zu unseren Hutangern: www.hutanger.de
Artenreicher Lebensraum Streuobstwiesen - Paradies aus Menschenhand
Die blühenden Wiesen
unter den Obstbäumen strotzen vor Vielfalt. Das gefällt vielen Schwebfliegen, Bienen, Faltern und Käfern. Nektarnaschend leisten sie einen unschätzbaren Beitrag zum Fruchten aller Obstsorten und Blütenpflanzen.

Von der Schar der Insekten leben unsere Vögel. Grauschnäpper, Gartenrotschwanz, der seltene Wendehals, Spechte & Co lassen Massenvermehrungen von Schädlingen keine Chance. Und nicht zuletzt erfreuen sie Ohr und Auge des Obstgärtners. Fledermäuse wie Abendsegler und Bechsteinfledermaus, Bilche und Igel aber auch Blindschleiche, Erdkröte und Eidechse bereichern diesen einmaligen Lebensraum. Je höher der Anteil ungedüngter, spät gemähter Wiesen, je mehr alte Baumgestalten in der Streuobstwiese, desto höher ihr ökologischer Wert. Bruthöhlen oder selbst Totholz erhöhen die Vielfalt der Arten. Moose und Flechten besiedeln die Altbäume – ein eigener Mikrokosmos – ihn näher zu betrachten lohnt sich. Hecken, Steinhaufen, Gewässer oder naturnahe Wälder sind gute Nachbarn der Streuobstwiese, weil sich zwischen ihnen das Leben austauscht und stabilisiert.

Mit etwa 5.000 bis 6.000 Pflanzen- und Tierarten
zählen Streuobstwiesen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Sowohl Gehölzals auch Wiesenbewohner finden hier Licht und Schatten, günstige Bodenverhältnisse, Nahrungsgrundlage, Nistplätze…
Seelenräume - Erholungslandschaften
Der Obstbaum als Jahreskreis,
als Sinnbild für den Lebenskreis des Menschen. Wachsen und werden, Jugendblüte, Reife, Vergehen und Tod. Der eigene Obstgarten als kleines Paradies. Jeder Baum darin dein dankbarer Freund. Der selbst gepflückte Apfel als besonderes Geschenk. Bäume prägen die Landschaft. Landschaften prägen den Menschen. Der Obstbaum heute: Fast aus der ausgeräumten Landschaft verschwunden, zwergwüchsig im Pferch von Plantagen, degradiert zum Produktionsmittel. Verschwunden auch die Vielfalt der Früchte in Farbe und Geschmack, abgelöst von der Monokultur ertragreicher Sorten. Erwin Pröll, aus „Bruder Obstbaum“
